Die Bevölkerung in München wächst rasant. Das stärkste Wachstum aller Stadtbezirke ist für den 22. Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied bis 2045 zu erwarten. Vor allem durch Bezug des neu entstehenden Stadtteils Freiham wird ein Bevölkerungszuwachs von rund 85 Prozent prognostiziert. Damit werden hier 2045 voraussichtlich über 50.000 Einwohner mehr als 2024 wohnen. Mit durchschnittlich 36,9 Jahren wird die „jüngste Bevölkerung“ 2045 in Aubing-Lochhausen-Langwied leben. Hier sinkt das Durchschnittalter im Zuge der Neubautätigkeit in Freiham um 2,3 Jahre, also müssen auch unsere Schulen mitwachsen.
Der Bildungscampus Freiham ist ein guter Anfang, reicht aber für die volle Entwicklung von Freiham, Aubing, Lochhausen und Langwied mittel- und langfristig nicht aus. Eine überschlägige Rechnung ist sehr einfach: derzeit gibt es rund neun Grundschulen im Stadtbezirk. Bei „nur“ 100 Schülern pro Jahrgang verlassen jedes Jahr 900 Schüler im Stadtbezirk die Grundschule und benötigen eine weiterführende Schule – also wieder mindestens 8-9 Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien. Aktuell gibt es drei Mittelschulen, zwei Realschulen und ein Gymnasium. Es ist leicht zu erkennen, dass dies nicht ausreicht. Eine große Anzahl Kinder muss weite Schulwege in Kauf nehmen. Ob die Anzahl der Grundschulen ausreichend ist, ist ebenso zu diskutieren.
Wir wollen moderne Schulen im Stadtbezirk, genug Plätze für alle Kinder aller Jahrgangsstufen in allen Teilen des Stadtbezirks – ohne lange Wege, mit sicheren Schulwegen sowohl für den Bestand als auch bei den neu zu bauenden Schulen. Schulbusse da wo nötig – ohne Bürokratie. Ganztag und gute Betreuung für alle Kinder jeden Alters sind ein Muß. Auf den Punkt gebracht: Bildung vor Ort mit sicheren Schulwegen für unsere Kinder im Münchner Westen!