Der 22. Stadtbezirk wächst enorm (siehe „Infrastruktur). Mit dem Wachstum gehen aber nicht nur Anforderungen an die Infrastruktur einher sondern auch enorme Änderungen im Umfeld. Verdichtung, Neubau, Infrastrukturmassnahmen haben massive Auswirkungen auf unser Klima, Die wachsende Bevölkerung „konsumiert“ Raum für Erholung, Sport oder einfach um durchzuschnaufen.
Verdichtung bedeutet Versiegelung im Bestand, Neubau verbraucht noch mehr Flächen.
Beides führt zur Störung des örtlichen Klimas. Der Luftaustausch mit der Umgebung, der schon durch die A99 gestört ist, wird zusätzlich beinträchtigt durch den Autobahnausbau auf 6 Spuren mit ca. 4m hohem zusätzlichem Lärmschutz. Die Luft kann nicht mehr ungehindert von den sogenannten „Kaltluftentstehungsgebieten“ im Bereich Aubinger Lohe/Moosschwaige in die Stadt München wehen. Mehr Versiegelung bedeutet mehr Erwärmung – die Temperaturen im Stadtbezirk erhöhen sich, es kühlt nachts nicht mehr richtig ab.
Der mit dem Wachstum einhergehende zusätzlichen Verkehr bringt weitere Beinträchtigungen z.B. durch Feinstaub. Reifenabrieb wird auch von E-Autos erzeugt. Auch Lärm spielt eine Rolle.
Mehr Einwohner benötigen zusätzliche Möglichkeiten für Erholung, Freizeit und Sport. Hierfür ist der Landschaftspark in Freiham angedacht (volle Realisierung geplant für die 2040 er Jahre). Gleichzeitig soll aber zusätzlich die „Potentialfläche“ (nördlich der S4, zwischen Aubing und dem Autobahntunnel) mit ca. 1.200 Wohnungen bebaut werden (Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan wurde seitens des Stadtrates in 2025 gefasst).
Der Lärmschutz an der Autobahn soll im Rahmen des Ausbaus überdacht und zum Lärmschutz für ganz Aubing und Neuaubing ertüchtigt werden. Der im Zuge des Ausbaus der S4 notwendige Lärmschutz muss in den Planungen schon berücksichtigt werden.
Die Potentialfläche soll unbebaut bleiben und für Freizeit und Erholung gestaltet werden. Ein Schwimmbad (Frei- und Hallenbad) wären eine Alternative.
Die Badeseen, die im neuen Strukturkonzept für den Landschaftspark Freiham vorgesehen sind, sind kein Ersatz für den Badesee westlich der A99/nördlich der Bodenseestraße (zwischen Germering und der A99). Dieser Badesee ist so wie ursprünglich vorgesehen zu realisieren.